Neue Fahrradzählstellen in Betrieb genommen
Henning Korte, Fachbereichsleiter Mobilität und Verkehr mit Ralf Ritter, Technischer Dezernent, an der Zählstelle RheinstraßeIn der vergangenen Woche wurden in Brühl drei Zählstellen für den Radverkehr in Betrieb genommen. An zwei der Zählstellen (An der Villebahn und Rheinstraße/Bahnunterführung) wird die Anzahl der erfassten Radfahrenden über eine Display-Stele angezeigt. An der dritten Zählstelle am Nord-Süd-Weg auf Höhe der Pingsdorfer Straße werden die Daten nur erfasst und nicht öffentlich sichtbar.
Daten zum Radverkehrsaufkommens werden inzwischen in vielen Städten erfasst, um den Radverkehr und seine Ansprüche in Planungen besser berücksichtigen und fördern zu können. Während das Kfz-Verkehrsaufkommen auf den Hauptverkehrsstraßen dauerhaft über Schleifen und stichprobenartige Zählungen beobachtet und erfasst wird, fehlten für den Radverkehr bisher belastbare Datengrundlagen. Diese werden nun durch die neuen Zählstellen geliefert. Gleichzeitig geben die Stelen den Radfahrenden indirekt auch öffentlichkeitswirksam das Signal, dass sie „gesehen“ werden, dass sie auch „zählen“ und wichtig sind im Verkehr.
Die beiden Stelen zeigen sowohl die am aktuellen Tag erfassten als auch die im gesamten Jahr summierten Radfahrenden in beiden Fahrtrichtungen an. Auf der Rheinstraße erfolgt die Zählung sowohl im südlichen Seitenraum als auch auf der Fahrbahn.
Auch E-Scooter werden von der Zählstelle erfasst. In der internen Online-Plattform, wo alle Daten der Zählstellen gesammelt werden, erfolgt eine Differenzierung zwischen Fahrrädern und E-Scootern, auf den Stelen wird die Zahl summiert angezeigt. Alle erfassten Daten können von der Stadtverwaltung im Anschluss detailliert ausgewertet werden.
Erste beispielhafte Ergebnisse von Mittwoch, dem 26. März 2025 zeigen, dass zum Frühlingsanfang schon viele Fahrräder und auch E-Scooter unterwegs sind: An der Rheinstraße ergaben die Zählungen 1.743 Fahrräder (und 74 E-Scooter), an der Pingsdorfer Straße 761 Fahrräder (und 128 E-Scooter) und An der Villebahn 470 Fahrräder (und 68 E-Scooter).
Die ursprünglich angedachte gleichzeitige Erfassung des Fußverkehrs wurde wegen der noch zu fehleranfälliger Technik nicht weiterverfolgt. Die Kosten für den Einbau der Radzähltechnik und der Stelen liegen mit circa 110.000 Euro deutlich unter den ursprünglich kalkulierten 136.000 Euro. Die Maßnahme wird durch das Land NRW in Höhe von 80 % gefördert, so dass von der Stadt Brühl der Eigenanteil von circa 22.000 Euro zu tragen ist.
zurück